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[[Datei:Massemittelpunktbestimmung.png|mini|300x300px|5. A Horizontale Schwerpunktachse, B Horizontale Schwerpunktachse der Beine, C Vertikale Schwerpunktachse]]
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Der Massemittelpunkt kann das Laufverhalten des Läufers beeinflussen. Der Massemittelpunkt wird so bestimmt:
Der Massemittelpunkt kann das Laufverhalten des Läufers beeinflussen. Der Massemittelpunkt wird so bestimmt:
Es wird jeweils der Punkt an drei Achsen des Läufers gemessen, an dem der Läufer ausbalanciert ist.
Es wird jeweils der Punkt an drei Achsen des Läufers gemessen, an dem der Läufer ausbalanciert ist.

Version vom 8. Juni 2024, 20:07 Uhr

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Thema

In diesem Projekt wird ein starres Modell eines Rampenläufers mit vier Beinen vorgestellt, das eine raue Rampe hinunterlaufen kann. Parameter, die das Laufverhalten beeinflussen, sind unter anderem die Höhe und die Breite des Läufers sowie der Anstellwinkel der Rampe. Der Einfluss dieser Parameter auf die Endgeschwindigkeit des Läufers wird in diesem Artikel sowohl theoretisch als auch experimentell untersucht bzw. bestätigt.

Grundlegende Erklärung

Die Bilder unten verdeutlichen den Aufbau der Bewegung bzw. des Laufens. Zunächst steht der Läufer auf allen vier Beinen, wobei ein vorderes Bein abgeknickt ist (durch vorherigen Schritt). Anschließend rotiert der Läufer nach außen, wodurch das zuvor abgeknickte Bein nach vorne rotieren kann (durch wirkende Feder). Gleichzeitig, knickt das andere Bein durch die Hangabtriebskraft ab (Vorwärtsbewegung). Schließlich hört der Läufer auf, nach außen zu rotieren und rotiert zurück auf alle vier Beine, wodurch der Prozess von vorne beginnt. Damit der Läufer aufhört sich, nach vorne zu lehnen, muss ein Kräftegleichgewicht zwischen den zur Rampe parallel wirkenden Kräften herrschen. Um überhaupt mit diesem Laufen zu beginnen, müssen seine vorderen Beine ''abknicken" und nicht rutschen. Somit bleiben die "Füße" (Kontaktpunkte zur Rampe) an der gleichen Stelle. Gleichzeitig müssen die hinteren Beine über die Rampe gezogen werden, wodurch eine Widerstandskraft der Gleitreibung $$F_R$$ entsteht. Diese ist das Produkt der Normalkraft und des Reibungskoeffizient $$r$$, welcher Experimentell bestimmt wurde. Durch das ''Abknicken'' der Beine wird die Feder verkürzt und somit entsteht eine Federkraft, die beide Endpunkte der Feder "nach außen drückt". Da jedoch der eine mit dem Bein an dem Fuß verbunden ist, kann dieser nicht "nach außen gedrückt'' werden, da sonst sich der Fuß bewegen müsste. Somit wirkt die Federkraft nur in eine Richtung mit dem Winkel $$\delta$$ zur Rampe.

Theorie

Die Bewegung kann in eine Rotations- und Vorwärtsbewegung aufgeteilt werden. Durch die Vorwärtsbewegung erhält man die Schrittlänge und durch die Rotationsbewegung die Länge der Zeit der Schritte. Teilt man diese Werte durch einander erhält man eine Durchschnittsgeschwindigkeit. Diese ist falls der Läufer läuft (und nicht stoppt oder umfällt) die Endgeschwindigkeit. Bei der Vorwärtbewegung werden die Kräfte betrachtet, die parallel zu Rampe wirken. Diese sind die Hangabtriebskraft ($$F_{GX}$$), die Reibungskraft ($$F_{R}$$) und die parallele Komponente der Federkraft ($$F_{SX}$$). Die Gewichtskraft $$F_G$$ kann in eine Kraft $$F_{GX}$$ parallel zur Rampe geteilt werden. Für diese gilt:

\begin{equation} F_{GX}=F_G \cdot \cos{90°-\lambda} = F_G \cdot \sin{\lambda} \end{equation} Für die Reibungskraft $$F_R$$ mit der Normalkraft $$F_N$$ gilt: \begin{equation} F_R=\mu \cdot F_N \end{equation} Für die entstehende Kraft $$F_SX$$ gilt nach der Formel für die Federkraft ($$k\cdot(s_0-s_1))$$: \begin{equation} F_{SX}=k\cdot(s_0-s_1)\cdot\cos{\delta} \end{equation} $$\delta$$ kann mithilfe des Sinus- und Kosinussatzes in Abhängigkeit von den Längen $$b, c$$ und $$x$$ bestimmt werden.

Zusammenfassend gilt: \begin{align*} F_V=&F_{GX}-F_{SX}-F_F\\ F_V=&F_G\cdot\sin(\lambda)-F_S\cdot\cos(\delta)-F_N\cdot \mu\\ F_V=&F_G\cdot\sin(\lambda)-F_S\cdot\cos(\delta)-(F_{GY}-F_{SY})\cdot \mu\\ F_V=&F_G\cdot\sin(\lambda)-F_S\cdot\cos(\delta)-(F_G\cdot\cos(\lambda)-F_S\cdot\sin(\delta))\cdot\mu\\ F_V=&F_G\cdot\left(\sin(\lambda)-\cos(\lambda)\cdot \mu\right) \\ &-k\cdot \left(s_0-\sqrt{r_1^2+r_2^2-2\cdot r_1\cdot r_2\cdot\cos(\beta)}\right)\cdot\left(cos(\delta)-\sin(\delta)\cdot\mu\right)\\ \end{align*} Dabei hängen die Winkel $$\lambda$$ und $$\delta$$ von $$x$$. Ist $$F_V=0$$ wurde das Kräftegleichgewicht erreicht und das $$x$$ welches dies erfüllt ist auch die Schrittlänge des Läufers.

Rotationsbewegung

(Siehe Abbildung 3 und Abbildung 4)\\

Die Rotation ist senkrecht zur Rampe, sodass wir im Folgenden die Geometrie des Läufers auf eine Ebene senkrecht zur Rampe projizieren und mithilfe 2-Dimensionaler Geometrie die Drehmomente bestimmen.\\

Zunächst teilen wir die Rotationsbewegung in drei Teile mit jeweils Anfangs- und Enddrehmomenten. Diese wirken parallel zur Rampensteigung entlang der Achsen von zwei "hintereinander stehenden'' Füßen zweier Beine (siehe Bild ) und werden durch die Projektion zu den zwei Drehpunkten $A_0$ und $A_1$.\\

Die Teile sind die folgenden:

\begin{itemize} \item[1.Teil:] Der Drehpunkt wechselt von $A_1$ zu $A_0$ (bzw. anders herum) \item[2.Teil:] Der Läufer rotiert entlang des Drehpunktes $A_0$ (bzw. $A_1$) bis die Rotation stoppt \item[3.Teil:] Der Läufer rotiert entlang des Drehpunktes $A_0$ (bzw. $A_1$) zurück bis die anderen Füße auf die Rampe treffen \end{itemize}

\subsubsection{1.Teil}

Das Anfangsdrehmoment dieses Teils bezeichnen wir mit $\tau_0$. Für dieses Drehmoment mit der senkrecht wirkenden Kraft $F$ gilt:

\begin{align} M_0=F\cdot d_1 \Rightarrow F=\frac{M_0}{d_1} \end{align}

Anschließend wird das Drehmoment auf $A_0$ übertragen wodurch für $M_1$ (das Drehmoment nach dem 1.Teil) folgendes gilt:

\begin{align} M_1=F\cdot d_0 \cdot \sin(90°-e_0-e_1)=\frac{M_0}{d_1}\cdot d_0 \cdot \sin(90°-e_0-e_1) \end{align}

\subsubsection{2.Teilrotation}

Das Anfangsdrehmoment dieses Teils beträgt $M_1$ und das Enddrehmoment (bzw. die Summe aller Drehmomente an diesem Punkt) beträgt 0, da sonst der Läufer nicht aufhören würde zu rotieren. Während dieses Teils wird durch die Projektion des vorderen Beins von $h_0$ zu $h_1$ verkleinert (per eigener Definition).\\

Das Drehmoment wird kleiner, da ein Drehmoment in die entgegengesetze Richtung wirkt. Dieses wird durch die Gravitation ausgelöst. Es gilt demnach:

\begin{align*} M_{\Delta t,2}&=M_2-M_{pot,2}\\ M_{\Delta t,2}&=M_2-d\cdot\sin(\epsilon_2)\cdot F_{G}\\ M_{\Delta t,2}&=M_2-d\cdot\sin(\epsilon_2)\cdot F_{G}\\ \Delta \varphi&=M_{\Delta t,2}\cdot (\Delta t)^2\\ \varphi_{\Delta t,2}&=\varphi_2-\Delta \varphi\\ &=\varphi_2-(M_2-d\cdot\sin(\epsilon_2)\cdot F_{G})\cdot (\Delta t)^2 \end{align*}

Aus diesem $\varphi_{\Delta t,2}$ können $d_{\Delta t}$ und $\epsilon_{\Delta t}$ mithilfe elementarer Trigonometrie und Winkeljagd bestimmt werden, wodurch der Iterationsschritt vollzogen wurde und die Rechnungen für $M_{2\Delta t,2}$ bzw. $\varphi_{2\Delta t,2}$ ausgeführt werden kann. Dadurch kann man die Drehmomente generieren bis sie 0 erreichen. Zu diesem Zeitpunkt kann man die Zeit ausgeben lassen und kennt jetzt die Dauer der Rotation nach außen.

\subsubsection{3.Teilrotation}

Das Anfangsdrehmoment dieses Teils beträgt $0$ und das Enddrehmoment (bzw. die Summe aller Drehmomente an diesem Punkt) soll bestimmt werden.\\

Das Drehmoment wird größer, da ein Drehmoment in die gleiche Richtung wirkt. Dieses wird durch die Gravitation ausgelöst. Es gilt demnach:

\begin{align*} M_{\Delta t,3}&=M_3-M_{pot,3}\\ M_{\Delta t,3}&=M_3+d\cdot\sin(\epsilon_3)\cdot F_{G}\\ M_{\Delta t,3}&=M_3+d\cdot\sin(\epsilon_3)\cdot F_{G}\\ \Delta \varphi&=M_{\Delta t,3}\cdot (\Delta t)^2\\ \varphi_{\Delta t,3}&=\varphi_3-\Delta \varphi\\ &=\varphi_3+(M_3+d\cdot\sin(\epsilon_3)\cdot F_{G})\cdot (\Delta t)^2 \end{align*}

Aus diesem $\varphi_{\Delta t,3}$ können $d_{\Delta t}$ und $\epsilon_{\Delta t}$ mithilfe elementarer Trigonometrie und Winkeljagd bestimmt werden, wodurch der Iterationsschritt vollzogen wurde und die Rechnungen für $M_{2\Delta t,3}$ bzw. $\varphi_{2\Delta t,3}$ ausgeführt werden kann. Dadurch kann man die Drehmomente generieren bis alle Beine die Rampe berühren und in dem Moment dieser Drehmoment und die gebrauchte Dauer ausgeben.

\subsection{Implementierung}

Aus der Vorwärtsbewegung kann die Geschwindigkeit berechnet werden. Anschließend erhält man durch die Rotationen die Dauern die diese benötigen und somit in welchen Zeitintervallen die Schritte (bzw. Geschwindigkeiten) auftreten. \\

Man erhält durch konstanter Haltung der anderen Parameter, durch die Änderung nur der ausgewählten folgenden Graphen, in dem die Geschwindigkeit mithilfe der Farbe ausgedrückt wird (je heller desto schneller).

\includegraphics[width=.5\textwidth]{Images/ramp_0000_1.png}

\\

Aufbau

YUZHOU!!!

1. Lego Läufer & Aufbau Rampe

Unser Aufbau besteht grundlegend aus einem vierbeinigen Läufer und einer Rampe. Die Rampe ist eine Holzplatte, die eine raue Oberfläche hat. Die raue Oberfläche ist dazu da, um den Läufer vor dem Rutschen auf der Rampe zu bewahren. Der Anstellwinkel der Rampe kann mithilfe eines Stativs variiert werden. (siehe Bild 1, rechts) Wir beschränken uns in unseren Experimenten auf die Untersuchung der Anstellwinkel 10°, 11.5° und 13°.

Den Läufer haben wir aus Lego gebaut. Dieser besteht aus einer rechteckigen Grundfläche und vier Beinen. Die Beine sind auf der Unterseite der Grundfläche angebracht. (siehe Bild 1, links)


Aufbau Parameter

2. Konstruktion der Parameter

Die Beine des Läufers sind an Achsen angebracht, sodass sie in einem begrenzten Bereich beliebig verschoben werden können. (siehe Bild 2, grüner Kasten)

Eine Besonderheit haben die vorderen zwei Beine: Diese werden jeweils mit einer Schraubenfeder an die Grundfläche befestigt, damit die nötige Federkraft zum „laufen“ erhalten bleibt. Die Schraubenfedern werden am einen Ende an das Bein und am anderen Ende an die Grundfläche fixiert. Die Positionierung der Feder kann die Kraft beeinflussen, die auf die Beine wirkt. In unserem Aufbau beschränken wir uns darauf, dass die Positionierung immer gleich bleibt. Die Federn sind somit auch an einer Achse befestigt, damit die Federn mitverschoben werden können, sofern die Beine verschoben werden.(siehe Bild 2, grüner Kasten) Die hinteren Beine bleiben starr und können nicht einknicken. (siehe Bild 2, rote Kästen links)

Das Ändern der Beinlänge bzw. die Höhe des Läufers verfolgt das selbe Prinzip mit dem Verschieben auf einer eingebauten Achse. Die Beine sind so konzipiert, sodass sie in einem begrenzten Bereich beliebig verschoben werden können. Somit kann auch die Höhe des Läufers variiert werden. (siehe Bild 2, rote Kästen rechts)

Die Füße der Beine, die in Kontakt mit der Rampe kommen, bestehen aus Gummi und sind in Form eines Kreises. Gummi erhöht die Reibung zwischen den Beinen und der Rampe, damit der Läufer nicht abrutschen kann und nur durch die Rotations- und Vorwärtsbewegung läuft.


Messdatenauswertung

3. Ultraschallsensor auf der Rampe

Um Messdaten zu erfassen nutzen wir dazu einen Ultraschallsensor, der vor die Rampe platziert wird. Der Sensor zeigt von unten auf die Rampe und ist in die Richtung gerichtet, in die der Läufer die Rampe hinunterläuft. (siehe Bild 3) Während der Läufer die Rampe hinunterläuft, nimmt der Sensor live die zugehörigen Messdaten auf, die nach dem Durchlauf des jeweiligen Versuchs sofort verwertet und bearbeitet werden können. Es werden mehrere Messungen für jeden Läufer mit der jeweiligen Parameterkonfiguration gemacht. Anschließend werden die Parameter(Höhe und Breite des Läufers) durch Verschiebung verändert und somit für neue Messungen vorbereitet.


Bestimmung wichtiger Werte

In unserem Projekt müssen viele Einflüsse beachtet werden. Folgendes ist wichtig:

  • Masse des Läufers
  • Federkonstante
  • Reibungskoeffizient
  • Massemittelpunkt
  • Marmelade
  • im
  • Schuh


Die Masse von des Läufers kann bestimmt werden, indem eine Waage benutzt wird. (Die Masse unseres Läufers beträgt 192g.)

4. Bestimmung der Federkonstante

Die Federkonstante der Federn, die im Läufer verbaut sind, kann wie folgt bestimmt werden: Die Federn werden ausgebaut und in eine selbstgebaute Plattform eingebaut. Auf die Plattform werden Massestücke gelegt, die gleichmäßig auf der Oberfläche der Plattform verteilt werden. Nachdem die Massestücke platziert wurden, verringert sich die Höhe der Plattform. Dieser Vorgang wird in einem Video angenommen. Auf dem Video ist zu sehen, wie hoch die Plattform vor und nach dem Platzieren der Massestücke ist. (siehe Bild 4) Anschließend wird das Video in das Programm Tracker importiert und die Längenveränderung der Federn in Relation zu der Masse bestimmt und ausgewertet. (Wir erhalten für jede Feder eine Federkonstante von 15,95 N/m.)


Der Reibungskoeffizient ist die benötigte maximale Reibungskraft, bevor der Läufer anfängt, auf der Rampe zu rutschen bzw. nicht mehr zu haften. Diese wird bestimmt, indem der Läufer auf die Rampe platziert wird, die keinen Anstellwinkel hat. (Der Reibungskoeffizient für unseren Läufer auf der rauen Rampe beträgt 2.1N)


5. A Horizontale Schwerpunktachse, B Horizontale Schwerpunktachse der Beine, C Vertikale Schwerpunktachse

Der Massemittelpunkt kann das Laufverhalten des Läufers beeinflussen. Der Massemittelpunkt wird so bestimmt: Es wird jeweils der Punkt an drei Achsen des Läufers gemessen, an dem der Läufer ausbalanciert ist.

Daten

Hier kommen keine Rohdaten sondern möglichst gut ausgewertete Daten rein - Graphen, Ausgleichskurven, etc. mit Fehlerbetrachtung!

Fazit

Eine kurze Zusammenfassung eurer Erkenntnisse.


Erfolge

Wir haben an GYPT und Jugend Forscht teilgenommen. Durch das BeGYPT (2.Teampreis) haben wir uns für das GYPT qualifiziert. Bei Jugend Forscht haben wir in der Berlin Nord-Regionalrunde den Preis für das beste interdisziplänere Projekt gewonnen und später in der Landesrunde einen Sonderpreis im Bereich Physik.