Gummiband

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Thema

Ein Gummiband kann eine längere Strecke fliegen, wenn es beim Schuss ungleichmäßig gestreckt wird, wodurch es sich während des Fluges dreht. Wir sollen die Distanz, welche ein Gummiband mit Spin zurücklegen kann, optimieren, sodass die Distanz möglichst groß ist. Unter der Distanz verstehen wir hier die Distanz vom Punkt, wo das Gummiband los geschossen wurde zum Ausgangspunkt, wo das Gummi landet. Wir meinen damit nicht die Flugbahn, da diese zu schwer zu messen wäre.

Dieser Versuch hat mit Kräften und Luftwiderstand zutun. Daraus schließend ist dieses Projekt Teil des Themenfeldes Mechanik.

Parameter

Zunächst einmal fangen wir mit den relevanten Parametern an, die das Phänomen allgemein beeinflussen:

-Die Federkonstante K des Gummis

-Die Abschusshöhe des Gummis über dem Boden h

-Der Radius des Gummis r

-Die Dicke des Gummis rh

-Die Masse des Gummis m

-Die minimale Rotationsgeschwindigkeit für einen Stabilen Flug Vmin

-2-Fache Längendifferenz zwischen den einzelnen Seiten(Spin) U

-Optische Längendifferenz zur Ausgangslage U

-Die Luftwiderstandsbeiwerte Cw2 und Cw3

-Konstanten:

-Luftdichte P

-Erdbeschleunigung g

Theorie

Grundlegende Erklärung

Wenn man einem Gummiband Spin gibt (beide Seiten ungleichmäßig streckt), so fängt es an, im Flug zu rotieren. Durch diese Rotation tritt ein Effekt ein, welcher dafür sorgt, dass das Gummi in einer Stabilen Position fliegt, da durch diese Stabilität Störungen das Gummi weniger stark beim Flug beeinflussen.

Diese Position, in die sich das Gummi begibt, minimiert die Angriffsfläche für die Luft beim Flug, wodurch der Luftwiderstand bedeutend reduziert wird.

Energiebetrachtung

Um diesen Effekt zu untersuchen, werden wir über eine Energiebetrachtung gehen. Daher müssen wir zunächst einmal die potentielle Energie bestimmen, welche im Gummi vorliegt im gestreckten Zustand.

Hierfür muss erstmal der Zusammenhang zwischen der Längenausdehnung des Gummis und der Kraft, welche auf das Gummi ausgewirkt wird ermittelt werden.

Der Ideale Graph für diesen Zusammenhang ist folgender:

.

Hier lässt sich schnell erkennen, dass das Hooksche Gesetz hier nichtzutreffend ist, da der Zusammenhang nicht linear ist. Daher wird der Zusammenhang zwischen der Längenausdehnung und der daraus resultierenden Kraft in der Form F=ΔL*n+b dargestellt. Um die Werte von n und k zu bestimmen, werden versuche durchgeführt (Mehr dazu im Versuch-Abschnitt). Dieser Term wird den Linearen Abschnitt annähern.

Ein Gummi ist von den Physikalischen Eigenschaften her sehr Feder-ähnlich.

Die gespeicherte potentielle Energie in einer Feder wird durch den Folgenden Ausdruck beschrieben:

Screenshot 2024-06-02 103837.png

Dieser Ausdruck basiert auf dem Hookschen Gesetz, nach welchem die Kraft F durch eine Längenänderung von K*L verursacht wird. L ist hier die Längenänderung.

Da dieses Gummi aber nicht sehr zutreffend durch das Hooksche Gesetz beschrieben werden kann (siehe oben), muss ein neuer Term für die Energie gefunden werden, welcher auf dem oben definierten Term für den Zusammenhang zwischen der Kraft F und der Längenausdehnung L.

Um dies herauszufinden, können folgende Schritte durchgeführt werden:

Screenshot 2024-06-02 104633.png


Dieser Ausdruck beschreibt die Energie eines gleichförmig gestreckten Gummis. In unserem Projekt, wird das Gummi jedoch ungleichmäßig gestreckt. Daher wird die Energie der Einzelnen Seiten addiert, wobei eine Seite L+U lang ist, die andere Seite L-U. Da wir hier die einzelnen Seiten betrachten, müssen alle Terme jeweils halbiert werden.

Screenshot 2024-06-02 104919.png

Dies ist die potentielle Energie, welche sich im gespannten Gummi befindet. Wird dieses nun losgelassen, wird diese Energie in Kinetische Energie umgewandelt.

Diese Energie verteilt sich auf die Schussenergie Eschuss und die Rotationsenergie Erot. Die Schussenergie ist hierbei also die Energie, welche für das vorwärts-schießen verantwortlich ist und Erot die Energie, welche für die Rotation verantwortlich ist.

Beide Seiten des Gummis haben eine bestimmte Energie menge. Die Schuss-Energie ist hier die Energie, welche beide Seiten gemeinsam haben, d.h. 2 mal die Energie, welche in der kürzeren Seite vorliegt.

Sie liegt also bei 2*0.25*(L-U)*( (L-U)*n+k) = 0.5*(L-U)*( (L-U)*n+k).

Nun fehlt nur noch die Rotationsenergie, welche die Differenz der Gesamtenergie und der Schussenergie ist (Energieerhaltung):

.

Aus diesen Energien können nun die Geschwindigkeiten berechnet werden. Für die Rotationsgeschwindigkeit gilt:

.

Um zukünftige Ausdrücke zu kürzen, wird Vrot die Variable sein, anstatt U.

Auch die Anfangsgeschwindigkeit des Gummis beim Flug kann hierdurch berechnet werden:

.

Um die Terme in Abhängigkeit von Vrot zu stellen, lösen wir den Term für Erot nach U auf:

Screenshot 2024-06-01 164032.png

Dieses U setzen wir nun in den Term für Vschuss ein:

Screenshot 2024-06-01 165112.png


Daten

Hier kommen keine Rohdaten sondern möglichst gut ausgewertete Daten rein - Graphen, Ausgleichskurven, etc. mit Fehlerbetrachtung!

Fazit

Eine kurze Zusammenfassung eurer Erkenntnisse.

Erfolge

Wir haben dieses Jahr an der berlinweiten Runde des GYPT teilgenommen. Wir kamen aber nicht weiter als diese Runde. Wir wollten eigentlich auch bei Jugend forscht teilnehmen, dies ist aber nicht zu Stande gekommen, da es Probleme bei der Anmeldung gab.

Quellen